Donnerstag, 29. August 2013

Bildliche Sprache im Tagebuch

Mein Tagebuch beherbergt zum einen Gedanken, Überlegungen, vielleicht ein Hinterfragen meines Handelns.
in meinem Tagebuch    Photo©
Zum anderen jedoch auch Berichte über Ereignisse in meinem Leben, seien es Urlaubserlebnisse oder Vorkommnisse im Alltag etc. 

Ich habe festgestellt, daß für mich im Nachhinein meine Einträge dann interessanter zu lesen sind, wenn ich eine etwas ausgeschmückte Sprache verwende. Ich kann mich dann beim späteren Lesen auch wieder besser daran erinnern, sehe das damalige Ereignis vielleicht nochmals genau vor mir.

"Ich bin im Wald gelaufen" klingt ungenau und nicht besonders spannend, ja langweilig, jedoch... 

"Ich lief leicht fröstelnd im nebelig-feuchten,  bereits herbstlichen Wald."

klingt zwar nicht nach perfektem Deutsch, doch gibt es mir schon ein Bild zu der ganzen Sache. Ich sehe einen feuchten Waldboden, bedeckt mit den ersten gelben Blättern, ich sehe vielleicht sogar nochmals die Gänsehaut auf meinen Armen usw. usf.  

Mein Tagebuch soll ja keine Deutscharbeit sein/werden, doch ein paar Adjektive hier und da machen das ganze für mich lebendiger. Manchmal lasse ich mich auch von der Sprache des aktuell gelesenen Buchs inspirieren. Welcher Teenie hat nicht auch mal sein Tagebuch mit "Liebe Kitty" begonnen? Bei mir war es früher: "Liebe Rhoda....".

Hast Du Dich auch schon einmal von einem Buch für Deinen Schreibstil inspirieren lassen? Freue mich über alle Tips.

Kommentare:

  1. "Liebe Kitty"

    Vielen Dank für den SCHÖNEN Kommentar, den ich noch richtig beantworte. Jetzt gerade fehlt mir noch die Zeit. Aber kommt noch.... Danke nochmals und überhaupt....

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  2. Selbstverständlich war die Zeit in der Anne Franks Tagebücher entstanden entsätzlich. Häufig wird dann zum Tagebuch gegriffen, um die Eindrücke zu verarbeiten.

    Zwei Bücher von Susanna Kubelka waren auch für mich in der Tat sehr inspirierend, in einem Interview zu "Madame kommt heute später" sagte sie mal, daß sie ihre Texte immer und immer wieder liest und korrigiert, bis jedes Wort flüssig daher kommt.

    Und zu schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist, ist natürlich im Tagebuch ganz normal. Dazu hatte ich mal ein sehr interessantes TB von Brigitte Hunter (Kitty) gelesen. Kuriose Namensgleichheit zur fiktiven Freundin von Anne Frank.

    Jedenfalls habe ich mich von Deinem Kommentar inspirieren lassen, etwas über Brigitte Hunters TB im nächsten Tagebuchbeitrag zu schreiben. Vielen Dank für die schöne Inspiration.

    Das "aus dem Herzen sprechen" ist prima, ich liebe solche Bücher, bei denen ich eintauchen kann und ich das sehr geschmeichelte Gefühl habe, daß die/der Autor(in) das nur für mich geschrieben hat. Das Herz ansprechen ist da genau richtig.

    Schimpfwörter.... Hm, na ja... habe vor ein paar Tagen einen Film mit Drew Barrymore und Justin Long gesehen. Im jeden dritten Satz kam das F-Wort vor (ich übertreibe hier nicht) und das war für mich ein absoluter Spaßverderber. Für mich wären drei F-Wörter im Gesamtfilm das rechte Maß gewesen. Schreibe dies hier nur als Beispiel, wie das bei mir ankam...

    Nochmals herzlichen Dank für den schönen und inspirierenden Kommentar.

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  3. Auf Wunsch des Kommentators einen Kommentar von 2013 gelöscht

    admin

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Vielen Dank für den Kommentar, das freut mich sehr. Nach Ansicht werde ich ihn veröffentlichen.

Ich bitte um Verständnis, daß ich in den nächsten Wochen nicht immer gleich dazu kommen kann. Trotzdem ist mir die Kommentierung natürlich wertvoll. Danke nochmals

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