Samstag, 9. August 2014

Spree, Treptow, Eierhäuschen und ein Blick zurück in die Kindheit

Auf nach Treptow, immer an der Spree entlang und weiter zum Eierhäuschen. Letzten Montag waren die Temperaturen endlich mal wieder menschlich. Also endlich mal raus, raus, raus und viele Kilometer laufen:
Das ist ja ganz einfach. Mit der S-Bahn fällt man fast in die Spree, wenn man am S-Bahnhof Treptower Park der Ringlinie aussteigt. Schnell den Bahnhof mit vier Bahnsteigen verlassen und schon ist man am Wasser nachdem man einige Maronenbäume passiert hat. Zunächst ist die Uferprommenade gepflastert und auch gut frequentiert:
Unterwegs gibt es auch ein paar Hausboote:
Etwas später läßt es sich wunderbar unter alten Bäumen lustwandeln (links immer die Spree, rechts zunächst der Treptower Park): 
In der Ferne (wir werden unbemerkt daran vorbeilaufen) das Riesenrad des stillgelegten Kulturparks. In diesem Zusammenhang fällt mir immer der DDR-Fernseh-Klassiker "Aber Vati!" ein. Einiges wurde dort auch gedreht. Wenn ich ♥haft lachen möchte in Kombination mit einer Zeitreise durch das frühere Berlin leg ich die DVDs in das Gerät:
Der Park wird bereits seit einiger Zeit nicht mehr betrieben (ich war allerdings nie drin gewesen), was für eine herrliche Ruhe sorgt und im Frühling und Frühsommer die Vogelkonzerte so richtig zur Geltung kommen läßt. Auf der rechten Seite noch die weiten Wiesen des Parks:
Über die Brücke kommt man zur Insel der Jugend:
Unweit davon gibt es ein Restaurantschiff:
Und dahinter ein Wasserflugzeug für Rundflüge. Näher kommt man nicht, ohne fliegen zu wollen:
Spree und Fernsehturm:
Früher hat man in Berlin vor allem drei Sprachen gehört: Berlinisch, Hochdeutsch und Türkisch. Heute hört man nicht nur viel Spanisch und Französisch, sondern auch sehr viel nordamerikanisch (britisch eher weniger). Die beiden Jungs  palaverten - als ich obiges Photo machte - im besten US-amerikanisch. Keine Besucher, die wohnen hier irgendwo:
Reste vom Kulturpark - die umgestürzten Dinosaurier in Lebensgröße konnte ich nicht (mehr) entdecken. Vielleicht hat sie doch jemand weggeräumt:
Der gepflasterte Weg geht nun in einen Erdweg über. Rechts der eingezäunte ehemalige Kulturpark. Wie er in den 90er Jahren unter neuer Bewirtschaftung hieß, weiß ich nicht, daher benutze ich den alten Namen. Links weiterhin die Spree:
Und nun kommen wir zum legendären Eierhäuschen. Was ist daraus nur geworden? Seufz. Als ich das erste Mal in den 90er Jahren mit einer Bekannten diese Strecke lief, war der linke Flügel noch geöffnet. Beherbergt war dort eine Kaschämme, die im Oktober einen Plastikweihnachtsbaum ins Fenster gestellt hatte. Nachdem der kreative Gastwirt das schöne Haus verließ, verkam es leider zunehmend. Früher konnte man noch frei ran und ich habe ettliche Bilder dort mit meiner guten alten Minolta 7000 geschossen. Irgendwann erbarmte sich doch jemand und zäunte zumindest das Grundstück ein. Aber es dauerte noch weitere Jahre bis die mittlerweile glaslosen Fenster geschützt wurden.
In meiner Kindheit bekam ich von Else Ury zwei Bücher geschenkt. Vielleicht habe ich sie mir auch selbst bei Karstadt gekauft, ich weiß es nicht mehr genau. Sie schrieb nicht nur die bekannte Nesthäkchen-Reihe, sondern auch den Fünfteiler "Professors Zwillinge". Tja und Prof. Zwillinge machten eines Tages mit der ganzen Familie eine Dampferfahrt und kehrten im Eierhäuschen ein. Als Kind dachte ich immer, was ist das denn interessantes. Das hat sich die Autorin sicherlich ausgedacht. In West-Berlin wohnend hatte ich verständlicherweise nie davon gehört. Tja und wie war ich 1993 überrascht, als ich unerwartet vor dem Schauplatz eines Kapitels dieser Geschichte stand:
Hier ein kurzer Ausflug in meine Kindheit:
Auf Seite 49 geht es los mit der Geschichte "Im Eierhäuschen":
Und das ist davon übrig geblieben. Meine Tante würde sagen: "Das ist doch zum Wimmern...."
Wer lief hier schon alles voller Erwartung die Treppe nach oben....
Canadische Goldrute an der Spree:
Weiter geht es auf einem nun nicht mehr so breiten Erdweg an der Spree entlang und rechts der Plänterwald (meine ich jetzt zumindest, bin gerade zu faul um nachzusehen, ob das stimmt):
Ich wollte schon immer wissen, wie auf der anderen Uferseite ein Ableger der Orion kommt. Ich glaube Dietmar Schönherr & Co. nannten sie Landser:
Sommerhäuschen am anderen Ufer:
Kurz vor der Fähre wurde kert gemacht und es ging zurück. Segler sehe ich an dieser Stelle jedoch eher selten:

das Eröffnungsbild
Extra für meine Freundin habe ich noch einmal probiert, das Wasserflugzeug besser drauf zu bekommen, ist mir nicht wirklich gelungen. Im Hintergrund die Insel der Jugend:
"Durch Berlin fließt immer noch die Spree..."
...und das war's. Also ich vorhin Prof. Zwillinge noch schnell ablichtete, machte ich = noch ein Bild von meinem abendlichen Domiziel für diese Notizen zu Treptow, der Spree, dem Eierhäuschen und überhaupt...
Und weil ich nun fertig bin, gönne ich mir noch ein schönes Glas kaltes Wasser und werde die Veröffentlichung für morgen früh programmieren, wenn ich noch schlafe ☺☺☺

Freitag, 8. August 2014

Wer will fleißige Handwerker sehen, der muß zu uns...

Die Sanitärleute mußten ein Abflußrohr vom Balkon erneuern, so sah es danach aus:
Danach müssen natürlich Maurer und Maler kommen. Hier nun der gestrige "generalstabsmäßige" Maurereinsatz:




Die fleißigen und sauberen Jungs haben einen großen Fliesteppich ausgelegt, damit sie in der Wohnung keinen Schmutz machen. Sehr gut, wirklich super Arbeit, mal sehen, wie es heute nach dem Büro aussieht und überhaupt.... Bisher wirklich gute Arbeit. Lob, Lob!!!

Nachtrag vom Freitagabend: nun gerade wird der Abend auf dem Balkon verbracht, der Alptraum oder gar ein Trauma ist nicht eingetreten. Tatsächlich sah danach alles wirklich propper aus, sowohl draußen als auch drinnen. Sogar den Wäschestände mit den Morgenhandtüchern haben die Jungs wieder herausgestellt:
 
...und in die andere Richtung geguckt:
Sieht doch wirklich ordentlich aus, nicht wahr - trotzdem schnell alle Böden aufgewischt und den Balkon wieder bestückt - und dann: "Aaaahhhh - Feierabend für heute!"
Und wie Carolyn Ingalls mal meinte: "Kein Verlust ohne Gewinn." Nach der Bauerei hatte ich endlich mal wieder die Chance genutzt und Stühle geputzt. Dadurch, daß sie immer draußen sind, werden sie unverschämt schnell schmutzig, so daß das Heraustragen von Zimmerstühlen oft leichter ist. Spätestens alle drei Tage muß der Balkon aufgewischt werden trotz ruhiger Wohnstraße. Daher hat der zu den Stühlen passende Tisch auch zumeist eine Tischdecke bei der Benutzung drauf, spart Abwischen des rohen Holzes.

Mittwoch, 6. August 2014

Kleine Festivitäten oder das Fenster zum Hof

Freitagsparty vom 27.06.2014. Was macht "man", wenn es zu warm ist? "Man" - na sagen wir besser ich, das stimmt doch mehr mit der Realität überein - bleibt zu Hause und vergnügt sich mit Freunden draußen auf dem großen Berliner Hof. Der erste Gast wartet bereits:
Die Tassen fehlen noch, hier auch Quark mit Leinöl
meine Freundin hat sehr lecker gebacken
die Linzer Schnitte vom Bäcker Mälzer war sehr gut
Geschirr indisch Blau von Tschibo als Plagiat
so grün ist unser Hof und ist noch sehr viel größer
Hofdetail, fast wie ein Garten
ganz im Hintergrund sind die Häuser zu sehen
ja, wir haben auch Johannisbeeren auf dem Hof!!! ☺

Leider hatte ich die Bilder bereits vor einiger Zeit geladen und dabei ohne Zwischenraum. Habe jetzt nicht die Zeit herauszufinden, wie ich dazwischenkomme. Daher haben die Bilder dann selbst kleine Erläuterungen. 

Damit das Vergnügen in unserem Hof (fast schon wie ein sehr großer Garten oder Park) weiterhin stattfinden kann, schaue ich, daß es nicht zu laut wird, denn jeder Nachbar hat seine Berechtigung auf Ruhe und Frieden. 

Und da kommt unsere nächste Gartenparty:

Nächste Gesellschaft am 20.07.2014 (Sonntag) anläßlich eines Geburtstages, meine Freundin, die im selben Haus wohnt "fährt" auf:
Dieser fruchtige (oben), gekühlte Kuchen war herrlich erfrischend.

Sie hatten zwei wunderbare Kuchen zum Kaffeeklatsch gebacken. Weil es an diesem Sonntag so heiß war, haben A. und ich uns gegenseitig mit dem Gartenschlauch abgespritzt. Nur so war es auszuhalten.

Wunderbare, was sag ich: wunderschöne Sommererinnerungen und überhaupt....
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